Die schmutzigen Tricks der Fake-Gurus

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Arnd Rüger
Waschechter Hamburger Jung. Trotz fortgeschrittenem Alter ein großes Spielkind, welches wahrscheinlich auch im Rentenalter noch die neueste Spielkonsole zu Hause stehen haben wird. Der Bitcoin war ein persönlicher Weckruf (wenn auch spät) für das Thema Finanzen.

Sie sind lästiger als der berüchtigte Pickel am A…llerwertesten und leider haben sie mit ihren dreckigen Machenschaften auch noch Erfolg!Die Rede ist von den unzähligen „Ich-mach-dich-reich“-Typen, kurz Fake-Gurus, die mit ihren perfiden Mitteln auf Social-Media nach neuen Opfern Ausschau halten und diesen dann oftmals die letzten vorhandenen Gelder abknöpfen.

 

Die erste Begegnung

Wie aber kommen die Fake-Gurus genau an ihre Opfer? Nun, das ist nicht besonders schwierig. Entweder agieren diese schon jahrelang selbst aktiv im Bereich Online-Marketing und haben sich so das entsprechende Fachwissen angeeignet oder aber sie engagieren dafür einfach eine passende Agentur.
Im Internet gibt es zwei große Bereiche, nach denen die Menschen immer suchen:

„Sex“ und „Geld!

Aber auch Suchbegriffe wie Aktien oder Bitcoin öffnen den Marketern Tür und Tor und so dauert es nicht lange, bis das erste YouTube-Video mit einer passenden Werbeunterbrechung über den heimischen Bildschirm flimmert. Klickt der so interessierte Zuschauer auf diese Werbung, hängt der Fisch am sprichwörtlichen Haken.

Instagram ist ebenfalls eine gern genutzte Möglichkeit der Fake-Gurus. Hier müssen diese oftmals gar nicht selbst aktiv werden. Immerhin verkaufen sie in ihren Profilen ja den Traum von Reichtum und Freiheit. Etwas, was die Menschen magisch anzieht.

Aber natürlich wird hier nichts nur dem Zufall überlassen!

Auch auf Instagram wird viel Werbung geschaltet und man bedient sich der Popularität großer Influencer und veranstaltet mit diesen dann zusammen gemeinsame Gewinnspiele um weitere Opfer zu finden.

 

Statussysmbole ziehen immer

Inzwischen ist einer Vielzahl an Menschen zwar schon bekannt, dass ein Großteil dieser Fake-Gurus mit geleasten Autos oder falschen Rolex-Uhren agieren, es gehen ihnen aber trotzdem noch genügend Menschen auf den Leim. Instagram ist dafür einfach das perfekte Mittel!

Schöne Bilder ziehen immer und da das klassische Opfer in der Regel männlich und irgendwo zwischen 18-35 Jahren anzusiedeln ist, muss man diesem nur das präsentieren, nach dem es sich sehnt.

Es werden bewusst die Wünsche und Träume, aber auch die niederen Instinkte der Opfer angesprochen. Und genau deswegen fallen sogar hochgebildete Menschen oft auf diese Masche herein.

Ein Instagram-Account muss dafür gar nicht viel tun!
Schnelle Autos, schöne Frauen, exotische Orte und natürlich Geld, Geld, Geld und schon hängen die zukünftigen Opfer schneller an der Nadel, als Chrisitane F. sich einen Schuss setzen kann!

Wenn der Fake-Guru dann noch das Glück hat, halbwegs charismatisch rüberzukommen, ist das für ihn quasi der Jackpot.

 

Gekaufte Seriosität ist die neueste Masche

Natürlich möchte ein moderner Fake-Guru nichts dem Zufall überlassen und auch noch die letzten Kritiker überzeugen. Nur weil da so ein hergelaufener Heiopei in einem geleasten Porsche seine Fresse in die Kamera hält, fällt ja schließlich nicht gleich jeder auf ihn rein.

Das wissen auch die Gurus!

Manni von der Würstchenbude mag vielleicht noch bereit sein, ein paar Euros für das überteuertes E-Book oder den Online-Schnupperkurs zu bezahlen, was aber ist mit den großen Fischen?

Immerhin bieten diese Fake-Gurus nicht selten Kurse an, die zwischen 5.000 bis 250.000 Euro liegen können!

Sich bei bei Forbes einen Artikel kaufen, um sich dann hinterher mit dem Vermerk in der eigenen Vita zu schmücken „bekannt aus dem Forbes Magazin“ erweckt z.B. ungemein viel Vertrauen.

Kaum jemand macht sich die Mühe, den entsprechenden Artikel genauer zu analysieren, um auf das kleine „Werbung“-Zeichen zu achten.

 

Stufe 2: Cameo-Auftritte

Um aber im Instagram-Zeitalter die Leute abzuholen, deren Auffassungsgabe kürzer als die eines Goldfisches ist, müssen noch härte Geschütze aufgefahren werden!

Die neueste Masche sind Cameo-Auftritte von Prominennten. Diese kann sich der Fake-Guru ganz einfach über die Seite cameo.com selbst buchen.

Kein Wunder, auch namhafte Schauspieler haben in Corona-Zeiten Geldsorgen. Und wenn man pro abgelesenem Beitrag vor der Kamera gleich mehrere hundert Dollar verdient, so läppert sich das im Laufe der Zeit für den Darsteller.

Die Signalwirkung für den Fake-Guru ist aber mit Geld kaum zu bezahlen. Es bedarf keiner großen Fantasie um sich auszumalen, wie schnell ein solcher Auftritt das Vertrauen steigert und zeitgleich den Geldbeutel des Opfers öffnet.

Fake-Guru protzt mit Geld
Fake-Guru protzt mit Geld

Immer wachsam bleiben!

Für die Zukunft können wir nur jedem empfehlen verdammt wachsam zu bleiben! Natürlich sind draußen am Markt nicht nur Fake-Gurus unterwegs. Es gibt eine Vielzahl an seriösen Coaches, die unter diesen Machenschaften extrem leiden.

Eine allgemein gültige Erkennungsformel gibt es leider nicht, da vieles auch vom jeweiligen Naturell des Anbieters abhängt.

Skeptisch sollte man immer dann sein, wenn ein Coach bzw. Guru extrem viel negative Publicity erzielt hat, in überheblicher Art mit seinem Reichtum protzt (wer wirklich reich ist schlägt meist deutlich leisere Töne an) und am Ende ein nicht wirklich greifbares Business versucht zu verkaufen bzw. es nicht wirklich ersichtlich ist, wie dieser sein Geld verdient.

Klappern gehört zum Handwerk, von daher kann man keinem Coach einen Vorwurf machen, wenn dieser die eigene Dienstleistung anpreist.

Als potenzieller Käufer sollte man aber genau auf die Art und Weise achten, mit der hier vorgegangen wird.

Wenn z.B. bei digitalen Gütern mit einer künstlichen Verknappung gearbeitet und der Eindruck erweckt wird, man müsse sich jetzt ganz schnell entscheiden, sollten sämtliche Alarmglocken läuten. Das mag beim Teleshopping ziehen, seriöse Anbieter, die auf solche Methoden zurückgreifen, sind aber zumindest suspekt.

Unsere Empfehlung lautet daher, greift erst einmal auf die kostengünstigere Variante zurück und holt euch Fachwissen aus entsprechender Literatur oder auf YouTube.

Fast das gesamte Wissen, ganz gleich aus welchem Bereich, ist inzwischen frei verfügbar.

Seriöse Coaches erbringen dadurch einen Mehrwert, dass sie dieses Wissen geballt verkaufen und euch die eigene Recherche abnehmen, aber sie erfinden das Rad nicht neu. Wenn sie richtig gut sind, bringen sie am Ende vielleicht noch 1-2% an Mehrwissen dazu, welches es zumindest kurzzeitig noch nicht im Netz gibt.

Wer aber bereit ist diese Fleißarbeit der Recherche in Kauf zu nehmen, der kann auf viele dieser Abkürzungen verzichten und geht somit nicht das Risiko ein, einem Betrüger auf den Leim zu gehen. Denn eines ist klar, der Fake-Guru bringt euch gar keinen Mehrwert. Ihm geht es einzig und alleine darum, dass ihr sein Produkt kauft. Wie es euch danach mit dem Kauf geht, ist ihm herzlich egal.

Wenn ihr das Thema allgemein interessant findet, dann schaut auch gerne mal auf dem YouTube-Kanal “Knowledge of Good and Evil” vorbei.

Gerne könnt ihr auch mit uns darüber diskutieren. Folgt dafür der Facebook-Seite und unserer Facebook-Gruppe.

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