Olaf Scholz und seine Finanztransaktionssteuer

Olaf Scholz, unser Fachmann für das Sparen auf dem Girokonto, wird nicht müde, alle die gegen eine weitere Steuer sind, zu diskreditieren.

Was ist die Finanztransaktionssteuer von Olaf Scholz?

Die neue Abgabe nennt sich Finanztransaktionssteuer (englisch financial transaction tax, FTT) und war bei der Entstehung sogar logisch. Sie sollte die großen Spekulanten an der Börse, die zum Beispiel mit Hochfrequenzhandel Gewinne erwirtschaften, besteuern. Dank unserem SPD-Finanzminister wurde die neue Abgabe so geändert, dass sie nur die privaten Kleinanleger trifft und die institutionellen Händler, die innerhalb von Sekunden Milliarden umsetzen, unberührt lässt.

Natürlich kann man von einer Randpartei, die Hartz4 verantworten muss und deren prominente Anführer bei Putins Gazprom lobbyieren, nicht viel erwarten. Nichtsdestotrotz ist der Realitätsverlust und unbeirrte Weg Richtung 5 % bei den nächsten Wahlen beeindruckend.

Wie hoch sind aktuell die Abgaben auf Kapitalgewinne?

Nach aktuellen Berechnungen von Gerd Kommer, werden jetzt schon auf 100 Euro Gewinn bei Aktien, knapp 56 Euro Steuer fällig! Das ist unserem Finanzminister wohl etwas zu wenig und deshalb trommelt er ununterbrochen für eine neue Abgabe.
Zum Glück ist der Widerstand recht groß und Scholz‘ Ideen werden nicht nur von Fachleuten aus der Finanzbranche zerrissen. Jeder, der die Absicherung von Finanzen in die eigenen Hände nimmt (statt zu glauben, dass die Rente sicher sei) wird von unserem Finanzminister zum einem bestraft und zum anderen als Lobbyist der großen Aktienhändler beschimpft.
Wobei sich hier eher die Frage stellt, ob jemand der mit Gesetzen vorprescht, die große Aktienhändler besonders bevorzugt, nicht selbst ein Lobbyist ist.

Wie sind die Kleinanleger von der Steuer betroffen?

Laut Rechnungen aus der Finanzbranche, wird die kleingeredete Steuer durchaus die Kleinanleger hart treffen. Ein Sparer der monatlich 100 Euro in Aktienfonds anlegt und es 40 Jahre tut, bezahlt für die FTT Steuer insgesamt 14.200 Euro!
Dazu kommen die Abzüge, die diese fehlende Summe beim Zinseszinseffekt ausmacht! Ich hoffe, dass der österrische Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seinem kurzen, aber treffenden Statement sich durchsetzen wird: “Wir wollen die Spekulanten besteuern, nicht die Sparer, die in Zeiten einer Niedrigzinspolitik zur Altersvorsorge in Aktien investieren!“.

Im aktuellen Video von Kolja Barghoorn (YouTube – Aktien mit Kopf) wird die Argumentation von Olaf Scholz auseinandergenommen. Viel Spaß beim anschauen und denkt daran, dass die nächsten Wahlen bald kommen! Echte Spezialisten die danach als Finanz-, Gesundheits-, oder auch Verkehrsminister ihren Dienst wahrnehmen würden, täten Deutschland sehr gut.

Was sagst du zu der neuen Finanztransaktionssteuer? Teils du meine und Koljas Meinung, dass Olaf Scholz vorsichtig ausgedrückt, keine gute Figur als Finanzminister macht?

Achtung: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellen keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
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