Money Mindset

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Money Mindset?

Der Modegriff Mindset geistert schon seit einigen Jahren durchs Internet. Ja, man kann sogar sagen, dass seine inflationäre Verwendung inzwischen bei vielen Menschen eher ein Augenrollen und Stirnrunzeln hervorruft. Er ist quasi einer der Lieblingsbegriffe der deutschen Coachingszene.
Doch auch wenn der Begriff inzwischen arg strapaziert und sogar regelrecht verbrannt wurde, ist es wichtig, sich mit ihm auseinanderzusetzen.

Mindset kann man am ehesten mit Begriffen wie Einstellung oder innere Haltung definieren. Es betrifft also den inneren Kern unseres Selbst. Oftmals gemischt mit Glaubenssätzen, die wir bereits seit frühester Kindheit beigebracht bekommen haben und somit verinnerlicht. Das steckt häufig so tief in uns drin, dass wir inzwischen schon gar nicht mehr wissen, dass es letztlich gar nicht unsere eigenen Überzeugungen sind, die wir hier vertreten.

Beim Begriff Money Mindset wird die Thematik einfach auf unsere innere Haltung zum Thema Geld begrenzt. Ohne die richtige Haltung werden wir nie in der Lage sein, genügend davon zu erhalten. Es ist somit die erste Baustelle, die ein jeder Mensch angehen muss, wenn sich in Sachen Finanzen das eigene Leben massiv zum Positiven verändern soll. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst jetzt gerade arbeitslos, Hartz IV-Empfänger oder Gutverdiener ist. Selbst Menschen mit einem hohen Einkommen können ein schlechtes Money Mindset haben. Erkennen kann man das meist am permanenten Minus auf dem Konto. Und ja, auch ein Gutverdiener kann dieses Kunststück fertigbringen. An dieser Stelle schwenken wir jetzt von der allgemeinen Anrede in die persönliche um. Es ist wichtig, dass du es dir nämlich nicht zu gemütlich machst. Denn es ist wichtig, dass du dich veränderst und innerlich nicht auf „die anderen“ da draußen verweist.

Die negativen Glaubenssätze

Wie stehst du selbst zum Thema Geld? Nun, alleine die Tatsache, dass du jetzt diese Zeilen liest, verrät mir, dass du zumindest schon um einiges weiter bist als viele deiner Mitmenschen. Aber werde deswegen nicht überheblich, es liegt trotzdem noch ein weiter Weg vor dir. Ja, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass die Reise niemals ganz enden wird, denn du musst gegen ein Leben lang falsch antrainierte Glaubenssätze antreten. Zu wissen, dass diese nicht richtig sind, ist eine Sache, aber es auch wirklich zu fühlen mit jeder Faser deines Körpers eine ganz andere.

Wagen wir doch einmal eine Reise in die Kindheit. Natürlich werden nicht alle Aussagen auch bei dir passiert sein, aber vielleicht kommen dir einige davon trotzdem verdammt bekannt vor.
Hast du als Kind gerne mal mit Münzen gespielt? Dann dürfte dir die kurz danach folgende Aufforderung zum gründlichen Händewaschen bekannt sein. Denn schließlich ist Geld ja dreckig, weil es so viele Menschen in ihren Händen gehalten haben. Wahrscheinlich eine der am tiefsten verankerten Emotionen, die wir unbewusst wahrscheinlich noch heute alle irgendwo in uns tief drin spüren.
Oder wie wäre es mit:

„Geld ist die Wurzel allen Übels!“

Eine Aussage, die uns auch bereits meist in frühkindlicher Phase über den Weg läuft.

Auch gerne genommen werden Aussagen wie:

„Ich bin lieber arm und gesund als reich und krank!“
„Geld allein macht nicht glücklich!“
„Geld verdirbt den Charakter!“

Viele solcher Aussagen sind tief in unserem Unterbewusstsein verankert und richten dort gewaltigen Schaden an, ohne das wir es überhaupt mitbekommen.
Hier mal eine Aufgabe, die du z.B. mit einem Freund mal angehen könntest. Stell dir vor du bist mit ihm unterwegs und an der Straße steht plötzlich ein Typ mit einem richtig teuren Sportwagen. Sprich mal mit deinem Freund über den Typen und wie sich dieser wohl diesen Flitzer leisten konnte. Ich wage, zu behaupten, je nach Wagenbesitzer, es werden Aussagen fallen wie:

„Der ist von Beruf Sohn!“
„Der Typ ist Zuhälter!“
usw.

Kaum jemand kann sich von diesen Gedankengängen freimachen. Selbst wenn man schon an sich gearbeitet hat. Dies ist ein so tief in uns verankertes Programm, welches nur ganz schwer abzuschütteln ist.

Zudem werden wir fast alle gesellschaftlich darauf konditioniert Geld möglichst schnell aus unserem Leben wieder zu verbannen. Lediglich ein kleiner Notgroschen wird gerade noch so akzeptiert.

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“

Eine Aussage, mit der die Babyboomer-Generation aufgewachsen ist, welche geprägt wurde durch Eltern, die noch den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Doch selbst diese Aussage wird inzwischen aufgeweicht. Heutige Generation wachsen auf mit dem Wissen, dass man Kredite umschulden kann und statt der Null auf dem eigenen Girokonto gilt die Dispogrenze als die „neue Null“. Es wachsen ganze Generationen an finanziellen Analphabeten heran.

Unsere frühkindliche Prägung ist also darauf gerichtet, dass Geld etwas Schlechtes ist und wir uns möglichst schnell davon trennen sollten. Davon leben inzwischen ganze Industrien, die uns mit Hilfe gezielter Werbung in die Konsumfalle locken und somit dafür sorgen, dass das „schmutzige Geld“ möglichst bald den Besitzer wechselt.

Erkennst du dich wieder? Wie stehst du zum Geld? Ist es auch für dich eher etwas Schlechtes? Gehe wirklich tief in dich und hinterfrage das genau. Wir müssen hier wirklich an die Wurzeln.

Natürlich träumt fast jeder von uns, eines Tages mal den großen Lotto-Gewinn zu erleben. Auch haben viele sich schon ausgemalt, wie es wohl wäre, wenn man rechtzeitig Apple-Aktien oder Bitcoin erworben hätte. Aber es gibt einen Grund, warum viele Lotto-Millionäre bereits nach wenigen Jahren oder sogar manchmal schon Monaten das ganze Geld wieder verbraucht haben.

Ihr finanzielles Mindset ist nicht mitgewachsen. Sie sind immer noch in der Phase hängengeblieben, wo sie Geld als etwas Böses und Schmutziges empfinden. Und so werden sie unbewusst dazu genötigt, es möglichst schnell in Luxusgüter umzutauschen oder zu verschenken. Denn niemand möchte sich ja mit etwas Schmutzigem unnötig aufhalten, oder?


Die Umprogrammierung! Wandle deine Glaubenssätze

Um die tief in uns verankerten negativen Glaubenssätze zu bekämpfen, bedarf es einer ungemeinen Kraftanstrengung. Sei dir bewusst, es ist eine sehr lange Reise und du musst gegen etwas angehen, was dir so vertraut ist, dass du es als einen festen Bestandteil deiner Persönlichkeit wahrnimmst. Aber das ist es nicht.
Der erste Schritt ist bereits dann getan, wenn du erkennst, dass es eben nichts ist, was von dir selbst kommt. Natürlich kann man es nicht von einem Tag auf den anderen abschütteln. Aber hat man es erst einmal erkannt, kann man aktiv dagegen vorgehen.

Geld ist weder gut noch böse. Diese Tatsache ist wohl die wichtigste überhaupt. Geld ist in erster Linie ein Multiplikator deiner eigenen Persönlichkeit. Also wenn du ein guter Mensch bist, dann wird dich Geld nicht zu einem schlechten Menschen machen. Es macht dich einfach zu einem Menschen, der dank der finanziellen Mittel mehr Möglichkeiten hat Gutes zu tun. Gleiches gilt natürlich auch die negative Seite. Wenn du vorher ein Arschloch warst, dann macht dich Geld einfach nur zu einem Riesen-Arschloch.

Erkenne, dass dir Geld etwas ganz Besonderes schenken kann, nämlich Freiheit.
Finanzielle Freiheit ist ein Begriff, der in unseren Breitengraden durch die Bücher von Bodo Schäfer sehr berühmt wurde und natürlich stellt dieser die Königsdisziplin dar. Aber Freiheit kann schon in viel kleineren Schritten erfolgen. Um diese Freiheit zu erlangen, ist es wichtig, dass du mehr Geld behältst, als du ausgibst. Es ist die erste Stufe auf deinem Weg in ein finanziell selbstbestimmtes Leben.

Es spielt keine Rolle, ob es am Ende eines Monats nun 5, 50 oder 500 Euro sind, die du zur Seite legen kannst. Wichtig ist einfach, dass du lernst es nicht alles zu verpulvern.

Bilde dich anschließend finanziell weiter. Hier auf cashigo.de zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, wie das genau geht. Lerne zu investieren! Es war noch nie so einfach wie in der heutigen Zeit. Günstige Neobroker oder der Handel mit Kryptowährungen lassen bereits erste Schritte mit Summen von unter 100 Euro zu. Wichtig ist einfach nur, dass du damit beginnst. Wem der Handel mit Aktien oder Kryptowährungen zu umständlich ist, kann z.B. ganz bequem auf ETFs setzen und diese monatlich besparen. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten und eines ist sicher, wenn du erst einmal Blut geleckt hast, dann wird es dich nicht mehr loslassen.

Wer einmal erfahren hat wie es ist, wenn das eigene Geld für einen arbeitet, der wird alsbald einen Bogen um die Konsumfalle machen.

Stelle dir einmal vor, wie du vielleicht in einem Jahr schon ein kleines Aktien-Portfolio hast, welches dir z.B. aufs Jahr schon 300-400 Euro Dividende zahlt. Das mag nicht viel sein, aber es finanziert z.B. schon den eigenen Internetanschluss oder den Handyvertrag. Und im Laufe der Jahre kommen immer mehr Teilaspekte hinzu. Einfach nur, weil du selbst den Entschluss getroffen hast, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Vielleicht stehst du dann in 5-10 Jahren schon so gut da, dass auch eine Halbtagsstelle reicht, um deine monatlichen Kosten zu decken. Plötzlich hat das ursprünglich so negativ behaftete Geld doch etwas Gutes bewirkt. Du hast mehr Zeit für dich und deine Familie. Vielleicht ermöglicht es dir so, eine Nebentätigkeit zu starten, die dir vielleicht zukünftig weitere Einnahmen ermöglicht oder du bleibst einfach in deinem Job, nutzt das zusätzliche Geld für immer mehr Investitionen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.


Wenn es so einfach ist, warum machen es dann so wenige?

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein, und natürlich bleibt die Frage im Raum, wenn es so einfach ist, warum machen es dann so wenige?

Nun, das liegt vor allem daran, dass wir Menschen auf den kurzzeitigen Kick aus sind. Ein besseres Leben in 5-10 Jahren löst in uns keine Glücksgefühle aus, wir sind kaum in der Lage uns das vorzustellen. Wo hingegen der ausgedehnte Sommerurlaub im nächsten Jahr, das fette neue Auto oder auch einfach nur der extreme Kick durch Socialmedia oder Videospiele uns jederzeit mit der nötigen Dosis an Dopamin befeuert. Dafür nehmen wir die schlechte Arbeit, den fiesen Boss und die dummen Kollegen in Kauf und retten uns lieber ins Wochenende bzw. den nächsten Urlaub. Zudem ist für viele Menschen das Thema Finanzen auch einfach nur staubtrocken. Das liegt aber in erster Linie auch daran, dass sie selbst meist nie über genügend finanzielle Mittel verfügen bzw. das Thema Geld nur aus dem Mangel heraus kennen bzw. bedingt durch die negativen Glaubenssätze.

Unser Fahrplan für dein neues finanziell freies Leben lautet daher:

  1. Arbeite an deinen Glaubenssätzen
  2. Bilde dich finanziell weiter (Bücher, Kurse, YouTube-Videos usw.)
  3. Umgib dich mit Gleichgesinnten
  4. Lerne zu investieren

Überblicke größere Zeithorizonte und lasse dich nicht entmutigen, wenn erste Investments keine Erfolge bringen. Wer z.B. heute Aktien kauft und nach einer Woche mutlos wird, weil die Kurse evtl. um 5% gefallen sind, muss gelassener werden. Sofern es sich nicht um hochspekulative Werte handelt, lautet unser Tipp: Schaue einfach in einem Jahr mal wieder drauf. Wichtiger ist, dass das Geld jetzt eben nicht in den Konsum geflossen ist (wodurch es letztlich schon jetzt komplett weg wäre), sondern es steckt in einem Wert, der eben jetzt lediglich 5% am Markt günstiger gehandelt wird).
Wenn sich deine eigene Denke von „am Ende des Geldes ist immer noch so viel Monat übrig“ hin zu „in welchen Wert könnte ich jetzt noch investieren“ ändert, bist du auf dem richtigen Weg.