Kryptowährungen: Wo genau stehen wir?

Fast jeder von uns kennt diesen Gedanken bei Kryptowährungen:

„Hätte ich doch nur damals Bitcoin gekauft!“

Dieser Gedankengang lässt sich natürlich auch auf andere Assets, also nicht nur Kryptowährungen, runterbrechen. Wohl jeder von uns, würde nur allzu gerne eine Zeitreise unternehmen, um dem jüngeren Ich den ein oder anderen Aktientipp mit auf den Weg zu geben.

Selbst wenn dafür nur Sekunden möglich wären, wir würden ihm gegenübertreten und Sachen an den Kopf werfen wie:

„Kaufe Apple, Microsoft und Google!“

Je nachdem, wie weit diese Reise in die Vergangenheit stattfindet, wird unser jüngeres Ich wahrscheinlich nicht alles davon erfüllen können, aber die Hoffnung bliebe, dass es beim Auftauchen der neuen Unternehmen entsprechend handelt. Vielleicht hätte ich auch noch Kryptowährungen gerufen oder zumindest das Schlagwort Bitcoin!

Nun, wir alle haben diese Zeitmaschine nicht und ein „Was wäre wenn“ ist selten hilfreich. Ähnlich wie Aussagen, wer im Jahre 1990 für 1.000 US-Dollar Aktien von Unternehmen X gekauft hat, wäre heute Millionär.

Wie sagte einst unser ehemaliger Finanzminister Peer Steinbrück so passend:

„Hätte, hätte Fahrradkette!“

Sinnvoller ist, im hier und jetzt nach Möglichkeiten Ausschau zu halten. Auch wenn viele inzwischen der Meinung sind, dass der Zug mittlerweile abgefahren ist… dem ist nicht so. Dies zeigte nicht zuletzt der große Trend der NFTs, der in diesem Segment erst in diesem Jahr so richtig groß wurde und ähnlich aberwitzige Züge angenommen hat, wie die Preisentwicklung des Bitcoins.


Wir stehen noch ganz am Anfang

Vor mehr als 25 Jahren hat Geoffrey Moore das Buch „Crossing the Chasm“ geschrieben. Dort hat er ausführliche beschrieben, durch welche Zyklen sich ein Produkt bewegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir nun von einem echten Produkt wie eben dem iPhone oder aber Kryptowährung, in diesem Fall den Bitcoin, sprechen.

Bleiben wir in der Sprache von Geoffrey Moore und sprechen wir vom Produkt.

Kryptowährungen: Wo genau stehen wir?

Jedes Produkt durchläuft fünf unterschiedliche Phasen:

  1. Innovators (Innovatoren)
  2. Early Adopters (Frühe Anwender)
  3. Early Majority (Frühe Mehrheit)
  4. Late Majority (Späte Mehrheit)
  5. Laggards (Nachzügler)

Im Massenmarkt (also am Zenit) angekommen ist ein Produkt immer dann, wenn es zum Wechsel von Early Majority auf Late Majority kommt. Dann ist es am Markt etabliert, jeder hat davon gehört und möchte es nach Möglichkeit auch besitzen. Je nachdem, wie elementar wichtig ein solches Produkt ist, bleibt es auch beim Durchlaufen der weiteren Phasen mit hoher Nachfrage am Markt bestehen. Auch wenn der allgemeine Trend dann wieder rückläufig ist. Mit stetigen Verbesserungen und immer neuen Versionen, kann man die Nachfrage aber konstant hoch halten.

Als Steve Jobs z.B. das erste iPhone vorstellte, da befanden wir uns noch in der Phase der Innovators. Hier haben Konkurrenten wie z.B. Nokia und Microsoft das Produkt sogar noch verlacht und nicht ernst genommen. Was folgte war ein bis dato kaum gekannter Siegeszug. Heutzutage können wir uns ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Die Geräte sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden.

Innovationen und Verbesserungen finden weiterhin statt, aber bis auf Anwender, die wirklich immer das neueste Spielzeug haben müssen oder es als Statussymbol begreifen, für viele ist ein schneller Wechsel auf ein neues Modell nicht mehr so wichtig. 4-5 Jahre mit einem iPhone ist heute schon gar nicht mehr so selten.

Wo aber stehen wir aktuell mit dem Bitcoin oder allgemein mit Kryptowährungen? Gefühlt denken viele Menschen, sie hätten den Zug verpasst. Aber ist das wirklich so? Sind wir wirklich schon im Massenmarkt angekommen?

Ganz sicher nicht. Wir haben gerade einmal den Grundstein gelegt. Ja, der Bitcoin wurde bereits im Jahr 2009 erfunden und ist damit schon 12 Jahre alt. Aber welche wirklich massenmarkttauglichen Anwendungen gibt es für ihn bzw. Kryptowährungen allgemein? Man darf nicht den Fehler machen, die Gründung einer Technologie auch gleich mit ihrem Durchbruch zu verwechseln. Das World Wide Web wurde auch 1989 gestartet, hat sich aber erst gute 10 Jahre später langsam in der Welt durchgesetzt und war in dieser Phase immer noch ein Tummelplatz für „Exoten“. Inzwischen ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Und genau so muss man Kryptowährungen begreifen. Ja, sie sind in einer Vielzahl vorhanden, es gibt unzählige Apps und Anwendungen und es kommen täglich neue hinzu. Aber wie viele davon sind wirklich in der Lage, die breite Masse anzusprechen?

Natürlich ist eine genaue Festlegung, in welchem Produktzyklus wir uns befinden auch immer eine subjektive Ansicht. Wir aber sehen alles im Bereich Kryptowährung noch in der frühen Phase, wo wir uns zwischen Innovators und Early Adopters befinden. Also extrem am Anfang. Es warten also noch immens viele Chancen auf potentielle Anleger.


Aufmerksam bleiben und Trends erkennen

Wir haben ja schon auf spannende Trends wie z.B. die NFTs hingewiesen. Hierzu gibt es auch später noch einen Artikel auf unserer Seite. Ein weiterer Trend ist aktuell alles rund um DeFi. Hier geht der Anbieter CakeDeFi einen spannenden Weg. Als Ziel hat man sich gesetzt, die Thematik DeFi einem möglichst breiten Publikum nahe zu bringen und lockt z.B. mit traumhaften Renditen auf Kryptowährungen. Natürlich stehen diesen Renditen auch immense Risiken gegenüber. Wenn die zugrunde liegende Kryptowährung DeFiChain crasht oder es allgemein zu einem großen Crash am Markt kommt. Dann sind noch so hohe Renditen der sprichwörtliche Schuss in den Ofen. 100% von einem Asset, was am Ende 0% Wert hat, sind eben auch nur null im Ergebnis.

Aber dort geht man inzwischen auch den Weg mit tokensierten Aktien wie z.B. Tesla, Google oder GameStop. Wer sich hier in die Thematik einarbeitet, kann aktuell Renditen jenseits von Gut und Böse einfahren.

Und das alles schon im Hier und Jetzt!

Wie wird es erst in den nächsten Jahren sein?
Anleger sollten hier aufmerksam sein und die Nachrichtenlage genau verfolgen. Keine Angst, dabei muss niemand zum absoluten Krypto-Experten werden. Es muss lediglich genau darauf geachtet werden, welches Unternehmen wird DEN Gamechanger in Sachen Krypto am Markt positionieren?

Wer erfindet quasi das iPhone der Kryptos und sorgt so für den endgültigen Durchbruch? Ja, es wird ein schleichender Prozess, aber irgendwann wird er stattfinden und wir werden von den Earky Adopters auf die Early Majority umswitchen. Und spätestens dann sollten wir alle die Zeichen der Zeit erkennen und uns die neuen Apple und Google ins heimische Depot legen.


Die hier erwähnten Aktien und Fonds sind keine Kauf- oder Anlageempfehlung. Wir haften damit nicht für mögliche Verluste die Aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen könnten. Die erwähnten Aktien und Fonds befinden sich im Besitz des Autoren. Die Werbelinks sind mit >> gekennzeichnet.
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