Tesla & Bitcoin: Eine (un)heilige Allianz?

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Es liegt gut einen Monat zurück, da schlug die Meldung ein wie die sprichwörtliche Bombe und schuf eine (un)heilige Allianz zwischen zwei Dickschiffen:

“Tesla investiert in Bitcoin!”

Viele Wochen zuvor sorgte Elon Musk mit seinen abenteuerlichen Tweets für jede Menge Unruhe im „Cryptoversum“. Damals war es in erster Linie der Dogecoin, der von ihm liebevoll umgarnt wurde und dadurch einen Run auf die „Spaßwährung“ unter den Kryptowährungen verursachte.

Der Bitcoin profitierte von dieser erhöhten Aufmerksamkeit. Selbst minimale Aktionen von Musk, wie z.B. einfach nur das Wort „Bitcoin“ in seinem Twitterprofil, sorgte innerhalb von Minuten für massive Kurssprünge.

Als dann bekannt wurde, dass Tesla für satte 1,5 Mrd. US-Dollar Bitcoin erworben hat, gab es für die Kryptowährung kein Halten mehr. Der Sprung über die 50.000 US-Dollar an Kurswert war unvermeidbar und auch Tesla befand sich im Himmel. Kein Wunder, der Unternehmenswert wurde durch diesen Kauf noch einmal gut gesteigert.

Getrieben von den wildesten Fantasien, hatte fast jeder Anleger sowohl von Bitcoin, als auch Tesla, das Gefühl eine wahre Gelddruckmaschine in Händen zu halten. Aber wie das so oft ist in solcher Situation, landet man schneller auf dem Boden der Tatsachen, als einem lieb ist.

Der vermeintlich sicher geglaubte steile Anstieg von Tesla wurde erst einmal gebremst. Der Bitcoin marschierte zwar kurzfristig in Richtung 62.000 US-Dollar, bewegt sich inzwischen aber meist innerhalb der 50.000er Markierung.

 


Tesla akzeptiert Bitcoin als Zahlungsmittel

Am 24.03.2021 kündigte Tesla dann zwar an, dass man in Zukunft Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert, das hat den Markt aber nur kurzfristig gepusht, bevor es für Tesla und Bitcoin wieder weiter nach unten ging.

Seien wir mal ehrlich, sehr viel mehr als ein Marketing-Gag war diese Aussage auch nicht.

Der Bitcoin hat schon lange nicht mehr den Status als digitales Geld. Anleger sehen ihn heute eher als digitales Gold mit teilweise schwindelerregend hohen Prognosen.

Wir müssen an dieser Stelle nicht diskutieren, ob Werte von 100.000, 1 Mio. oder gar 5 Mio. US-Dollar realistisch sind. Tatsache ist doch aber, dass viele Halter von Bitcoin eben genau damit rechnen. Und wer dieser Zielgruppe angehört und nicht gerade viele 100 Bitcoin im heimischen Wallet hat, der wird es sich zweimal überlegen, ob er dafür jetzt einen Tesla erwirbt. Immerhin könnte es in 2-3 Jahren der bitterste Fehlkauf überhaupt sein, sollte eine dieser abenteuerlichen Zahlen dann Realität sein.

 


Hopp oder top für Tesla & Bitcoin

Eine Prognose für die Zukunft beider Assets ist extrem schwierig. Eines jedoch scheint sicher, entweder klettert die Werte gemeinsam auf ungeahnte Höhen oder man reißt sich gegenseitig in den Abgrund. Somit gehen beide eine (un)heilige Allianz ein und verknüpfen somit ihr beiderseitiges Schicksal.

Sollten andere Unternehmen im großen Stil dem Vorbild von Tesla folgen, wäre dies höchstwahrscheinlich der Ritterschlag für die älteste Kryptowährung und der Ankunft im Olymp der klassischen Wertanlagen unvermeidlich.

Staatliche Verbote von Bitcoin & Co. wären dann ebenfalls nicht mehr so einfach umzusetzen. Sobald das Risiko eigene große Unternehmen trifft, werden Regierungen weltweit eher die Füße still halten und steuerliche Lösungen den Verboten vorziehen.

(Un)heilige Allianz kann beiden das Genick brechen!

Käme allerdings relativ schnell ein Verbot von Bitcoin bzw. eine Einschränkung der Krypto-Handelsbörsen, könnte es für Tesla böse enden. Ein so hohes Investment in ein einzelnes Asset würde den Giganten ins Straucheln bringen.

Aber auch der Bitcoin kann nicht so entspannt in die Zukunft schauen. Würde diese Allianz vorzeitig von Tesla beendet werden, ein massiver Kursverlust wäre mit ziemlicher Sicherheit die Folge.

So oder so eine spannende Entwicklung und sowohl Tesla-Aktionäre als auch in Bitcoin investierte Anleger brauchen in den kommenden Monaten sicher Nerven wie Drahtseilel um die hohen Schwankungen weiter auszuhalten. Bleibt zu hoffen, dass diese Allianz sich wie eine gute Ehe entwickelt. Sie wird sicherlich einige Höhen und Tiefen durchlaufen, aber am Ende wird alles gut.

Achtung: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellen keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im Depot von dem Autor.

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