Die Hassliebe zum Bitcoin

Es gibt kaum ein anderes Asset, welches die Finanzwelt so spaltet wie der Bitcoin. Auch wir bemerken es in der Redaktion mehr als deutlich. Der Autor dieser Zeilen verweist deswegen besser schon jetzt darauf: Ich bin ein kleiner Fanboy.

Stellt der Bitcoin einen echten Wert dar oder ist er nur heiße Luft? Allein über diese Aussage kann man fast religiös angehauchte Diskussionen führen. Was heißt fast? Verfolgt man Debatten im Internet, so wird dies schon in div. Foren bzw. sozialen Medien getan. Die Netiquette bleibt dabei mehr als auf der Strecke.

Charlie Munger, Partner von Warren Buffet bei Berkshire Hathaway wird auf seine alten Tage auf jeden Fall kein Fan von Bitcoin. Wie Der Aktionär berichtet, hat dieser in einem Interview mit Yahoo Finance gesagt, dass Bitcoin zu volatil sei um gut als Tauschmittel zu dienen. Es wäre in seinen Augen eher eine Art künstlicher Goldersatz und da er schon kein Gold kaufe, tue er dies auch nicht beim Bitcoin.

Tesla bekommt ebenfalls einen ordentlichen Seitenhieb ab. So äußerte Charlie Munger:

„Ich weiß nicht, was schlimmer ist, die Rallye beim Bitcoin oder bei Tesla!“

Kritiker mögen äußern, dass sowohl Munger, als auch Buffet inzwischen zu alt seien, um Bitcoin und Tesla zu verstehen. Trotzdem darf man solche Aussagen nicht einfach so wegwischen. Wann immer solche Ansichten von Munger und Buffet getätigt werden, der Markt hört genau hin und niemand sollte den Fehler machen, sich leichtfertig über diese Botschaft lustig zu machen.

Bekanntermaßen ist Bill Gates mit Warren Buffet gut befreundet und mahnt alle Anleger, die weniger Geld als Elon Musk haben, beim Bitcoin zur Vorsicht (da dürfte Stand heute der gute Jeff Bezos aber aufatmen… immerhin darf er noch zuschlagen).

 


Ganz anders klingt da schon die Aussage von JPMorgan, deren Boss Jamie Dimon in 2017 den Bitcoin noch als Betrug abgestempelt hat.

Inzwischen wird von Seiten JPMorgans empfohlen, wenn auch nur in extrem geringer Menge, kleine Krypto-Positionen bei der Geldanlage zu tätigen.

Mit dieser Aussage stehen sie schon lange nicht mehr allein da. Fast jeder, der sich mit dem Thema Investment beschäftigt und Experte auf dem Gebiet ist, empfiehlt eine kleine Position. Die Beimischungshöhe variiert natürlich, je nachdem, aus welcher Ecke die Empfehlung kommt.

Wer mitten im Corona-Tief des Jahres 2020 bei Bitcoin zugeschlagen hätte, hat seinen Einsatz inzwischen mehr als verzehnfacht!

Rückblickend lässt sich so eine Aussage immer leicht treffen und niemand sollte sich jetzt von falscher Gier leiten lassen. Heute gilt, fast mehr denn je, dass Bitcoin & Co maximal eine minimale Beimischung im eigenen Portfolio darstellen sollte.

Ganz egal ob man selbst nun Fan oder Gegner dieser Anlageklasse ist. Hier sollten wir die Emotionen auf die Seite packen und uns daran erfreuen, dass es eben einfach nur eine weitere Anlagemöglichkeit mehr ist.

Achtung: Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie stellen keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Bitcoin, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im Depot von dem Autor.

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